Ohne „Hühner und Hasen“ bereiten sich die Kinder in Hartkirchen auf Ostern vor.
„Ich hab mir bewusst zum Vorsatz gemacht, nichts mit Hühnern und Hasen zu machen“, sagt Maria Stögmüller, Leiterin des Kindergartens in Hartkirchen. „Die Ostervorbereitung wird rein aus liturgischer Sicht gestaltet.“Die ganze Fastenzeit über bereiten sich die Kinder auf Ostern vor. Am Aschermittwoch hat Pfarrer Rudolf Wolfsberger die Segnung mit dem Aschenkreuz im Kindergarten vorgenommen. Die Kindergarten-Leiterin hat ein großes Plakat vorbereitet, das in Felder unterteilt ist. Auf dem ersten Bild haben die Kinder gezeichnet, was sie erlebt haben: Pfarrer und Tisch mit den Gegenständen, die er verwendet hat – Asche, Kerze und Palmzweige.
Mit der Bibel auf Ostern zu
Die Kinder haben ein Lied gelernt – „Jesus geht in die Stadt“. In jeder Strophe wird ein Geschehen vom Palmsonntag bis zur Auferstehung besungen. Jeden Tag lesen die Kinder in der Bibel nach, was passiert ist, und malen ein Bild darüber. Die Bilder wird Maria Stögmüller für jedes Kind zu einem Buch binden. Es wird heuer das Ostergeschenk sein. So erhalten alle Kinder eine Kreuzweg-Andacht für die Familie.
Für den Wandbehang gestalten die Kinder miteinander jede Woche ein weiteres Feld. Das letzte Abendmahl ist zum Beispiel plastisch dargestellt: Für den Tisch aus Karton hat jedes Kind ein Glas oder einen Becher gebastelt, ein Kind hat das Brot gestaltet. Für die Verhaftung von Jesus haben die Kinder Soldaten in Aquarell-Technik gemalt und ausgeschnitten, „Jesus wird verurteilt“ wird mit einer Schale und einem Krug mit Wasser dargestellt – die Schale, in der Pilatus seine Hände in Unschuld wäscht.Jedes Kind hat noch ein großes Kreuz aus Karton gestaltet. Maria Stögmüller hat den Kindern bewusst helle Farben dafür gegeben, weil die Auferstehung im Vordergrund stehen sollte.
Ganz ohne Osterbräuche kommt allerdings auch der Kindergarten Hartkirchen nicht aus. In der letzten Woche haben die Kinder Eier bemalt.„Die Vorbereitung taugt den Kindern irrsinnig“, freut sich Maria Stögmüller. „Sie haben nie nach etwas anderem gefragt.“ Auch die kleinen Kinder machen eifrig mit.