Etwa 45 Aktivisten zählt die Welser Initiative gegen Faschismus, die am 27. März 2004 im Bildungshaus Schloß Puchberg das 20-Jahr-Jubiläum feierte.
Die Welser Initiative gegen Faschismus, KIZ-Solidaritätspreisträgerin des Jahres 2000, engagiert sich seit 20 Jahren gegen Rechtsextremismus.
Die Stadt Wels hat unter Bürgermeister Dr. Peter Koits zur Gruppe ein wohlwollend-unterstützendes Verhältnis aufgebaut. Das war vorher nicht so. Wer gegen Rassismus und Rechtsextremismus eintritt, braucht einen langen Atem und setzt sich aus.
Festredner Hans Henning Scharsach würdigte den erfolgreichen langen Atem der Gruppe. So hat sie die Auflösung des rechtsextremen Vereins „Dichterstein Offenhausen“ und die Umbenennung mancher Straße bzw. Gebäude, die Namen von NS-Ideologen trugen (z. B. Kernstock), erreicht. Sehr kritisch setzte sich Scharsach mit dem ÖTB und der verharmlosenden Bezeichnung „Turnvater Jahn“ auseinander. Er zeigte Jahn als NS-Wegbereiter.
Dr. Robert Eiter, Vorsitzender der Initiative, würdigte die Unterstützung, die er von der Kirche spürt. Er nannte das Bildungshaus Schloß Puchberg, Bischof Aichern und die Kirchenzeitung.