„Gott ist nicht fern, wenn Leid, Tod und Katastrophen uns treffen“, betonte Diözesanbischof Maximilian Aichern bei der Predigt am Ostersonntag im Linzer Dom. „Gott ist in den harten Stunden als Mitleidender und Stärkender bei uns“, bekräftigte er. Gott greife zwar nicht ins Weltgeschehen ein, doch stehe er als Mitleidender hinter unserem Schicksal. Und: „Ostern bringt neues Licht. Der Tod wurde abgelöst durch neues Leben bei Gott. Trauer und Verzweiflung wurden abgelöst durch Freude und Hoffnung.“ Ostern ist das Ende der Hoffnungslosigkeit. „Die undurchdringliche Mauer vor uns, vor der Zukunft der Welt, bekommt einmal ein Fenster. Wir sehen, dass Gott uns nicht fallen lässt, auch wenn von uns aus so vieles schief gelaufen ist.“Auch bei der Auferstehungsfeier in der Osternacht machte Bischof Aichern die Perspektive des Glaubens angesichts weltweit spürbarer Verunsicherungen deutlich: „Gegen die Übermacht der Lieblosigkeit, des Krieges und Terrors setzen wir die Botschaft der Liebe Gottes, die sich gegen Tod und Sünde, gegen Leid und Hilflosigkeit durchsetzt. Wir haben den Mut, in den positiven Ansätzen, im Bemühen so vieler Menschen Zeichen des endgültigen Sieges des Guten, Zeichen des von Gott geschenkten neuen Lebens zu sehen“, betonte Bischof Aichern.