Die Katholische Aktion (KA) gibt sich eine neue Organisations-Struktur
Ausgabe: 2004/16, KA, Hauft, Orchester, Kirche
13.04.2004
- Josef Wallner
Die Katholische Aktion der Diözese Linz hat sich eine neue Verfassung gegeben. Margit Hauft, die Präsidentin der KA Oberösterreichs, erklärt die Absicht der Reform.
„Bisher haben die einzelnen Gliederungen ihre Musikstücke weitgehend unabhängig von den anderen gespielt, mit der neuen Organisation wollen wir ein Orchester bilden“, meint Margit Hauft. Jede Gliederung behält weiterhin ihre Eigenständigkeit, aber es soll in Zukunft stärker abgestimmt werden, wer wann welchen Part spielt. Diese Koordination wird bei einer – neu eingerichteten – KA-Konferenz geregelt. Sie tagt zweimal jährlich und ist das oberste beschlussfassende Gremium, in dem alle Mitgliedsorganisationen und Foren vertreten sind. Ebenfalls neu geschaffen wurde eine Geschäftsführung, die bei aktuellen Fragen rasch reagieren kann – auch als Sprachrohr nach außen. Erhalten bleibt der Vorstand der Katholischen Aktion.
Das Bekenntnis zum Orchester zeigt sich in den Leitsätzen, die sich die Bewegungen erstmals gemeinsam gegeben haben. In allen Strukturänderungen soll das ehrenamtliche Prinzip der KA deutlich hervortreten, so Hauft: „Das Evangelium in der heutigen Zeit zu buchstabieren ist Ziel der KA. Und zwar mit dem Blick auf die Lebenssituation der Menschen.“ Das betont die Präsidentin nachdrücklich: „Als Kirche möchten wir den vielen suchenden Menschen Heimat geben, ihnen bei der Bewältigung des Alltags beistehen, aber auch das ansprechen, was über den Alltag hinausweist.“ Ihren gesellschaftspolitischen Auftrag sieht die KA in der Befähigung von Menschen „ihre Sache“ selbst in die Hand zu nehmen – über alle Parteigrenzen hinweg. Die KA ist die offizielle Laienorganisation der katholischen Kirche in Oberösterreich. Hauft freut, dass Bischof Aichern in der Arbeit der Laien einen großen Wert sieht: „Das zeigt sich auch darin, dass mich der Bischof bei verschiedenen Anlässen zu seiner offiziellen Vertretung ernennt.“ Und auch auf das kirchliche Selbstverständnis der KA weist Hauft hin: „Die KA arbeitet nicht nur für die Kirche, sie ist auch Kirche.“ Darum ist die Mitgestaltung der Kirche ein Anliegen der KA: „So wünsche ich zum Beispiel ein hartes Ringen um die Zulassung zu den Weiheämtern – zum Wohl der Kirche.“ Am 7. Mai 2004 erfährt das neue Statut seinen Praxistest: bei der ersten KA-Konferenz.
Katholische Aktion
Zur Sache
Zur KA gehören die Kath. Frauenbewegung mit 60.000 Mitgliedern, die Männerbewegung (20.000 Mitglieder), die Jugend, die Jungschar, die Arbeitnehmer/innenbewegung, das Forum St. Severin, die Hochschuljugend, das Forum Christ und Wirtschaft, das Oö. Journalisten-Forum und das Forum Beziehung, Ehe und Familie.