- Kirchenzeitung der Diözese Linz, Sr. Antonia Dulong, Marien-schwester
Sr. Antonia Dulong besucht regelmäßig Familien mit kranken Kindern. Die Sprache Luganda macht ihr dabei weniger Probleme als die Mentalität der Menschen. Vor drei Wochen hatte sich ein Bub in der Schule beim Fußballspielen das Schienbein gebrochen. Ein Sportunfall, wie er in jedem Land passiert. Doch die Eltern haben sich strikt geweigert, ihr Kind von Sr. Antonia in das Krankenhaus bringen zu lassen. Sie vertrauten ihren Sohn dem Arzt des Dorfes an, der ihn mit Kräutern und seinen Heilkräften behandelte. Als sich nach zwei Wochen keine Besserung einstellte, kamen die Eltern auf das Angebot von Sr. Antonia zurück. Sr. Antonia: „Man weiß, was man machen könnte, aber die Leute gehen nicht darauf ein. Es ist schwierig, Einstellungen zu ändern und Entwicklungen in Gang zu setzen.“ Die KIZ begleitet die Arbeit von Oberösterreicher/innen in der „Dritten Welt“. Abwechselnd berichten der Entwicklungshelfer Hans Gnadlinger (Brasilien) und die Marienschwestern (Uganda).