Bildung soll für alle zugänglich sein, nicht nur für jene, die es sich leisten können. Mag. Esther Handschin, Pfarrerin der Methodistenkirche in Linz, forderte dies bei der Diskussion zum Sozialwort der christlichen Kirchen, das am 31. März im Bildungshaus Schloss Puchberg stattfand. Die vorrangige Bedeutung der Bildung unterstrich auch Bischof Maximilian Aichern. Das Bildungskapitel steht daher ganz am Anfang des Sozialwortes. Superintendent Mag. Hansjörg Eichmeyer sieht im Sozialwort eine starke Argumentationshilfe für die Positionierung der Kirchen im politischen Dialog. „Die christlichen Kirchen sollen sich nicht nur für ein Leben im Jenseits, sondern für die gute Gestaltung des Lebens heute einsetzen“, betonte er. Den sympathischen, werbenden Grundton des Sozialwortes hob auch Bildungshausdirektor Dr. Wilhelm Achleitner hervor. Dass die 14 christlichen Kirchen gemeinsam das Sozialwort herausgegeben haben, hält er für eines der bedeutendsten Ereignisse der jüngeren Kirchengeschichte. Kritisch merkte er an, dass trotz der vorrangigen Bedeutung, welcher der Bildung im Sozialwort zugesprochen wird, gerade der Bildungsbereich von massiven Kürzungen betroffen sei. Die Reihe der Sozialwort-Diskussionen wird am Mittwoch, 21. April in Ried fortgesetzt (siehe Seite 13).