Die Nachrichten aus dem Nahen Osten machen ratlos. Der Ankündigung der israelischen Regierung, sich aus dem Gaza-Streifen zurückzuziehen, folgte eine – beschönigend bezeichnet – gezielte Tötung. Racheschwüre und Hass sind die Antwort. Solche Aktionen können nichts zum Frieden beitragen, sie gefährden ihn nur. Kein Wunder, dass in diesem Klima der Pilgertourismus zusammengebrochen ist. Und doch wünschen sich Israelis und Palästinenser nichts so sehr wie Touristen. Vor allem für die palästinensischen Christen ist jede noch so kleine Pilgergruppe ein sichtbares Zeichen, dass sie nicht vergessen sind. Doch es ist schwer in Österreich Menschen zu einer Fahrt nach Israel und Palästina zu bewegen. Dabei ist die politische Großwetterlage das Hindernis, an den heiligen Stätten ist für Pilger/innen von Spannungen nichts zu spüren. Man kann die Sicherheitsfrage drehen und wenden wie man will – die Bitte der Christen vor Ort ist unüberhörbar: Lasst uns nicht im Stich!.