„Arbeit ist der soziale Zugang zur Gesellschaft. Arbeit ist auch eine tragende Säule menschlicher Identität und trägt zur Sinnfindung bei...“
Dies betonte Mag.a Edeltraud Artner-Papelitzky, Bereichsleiterin des Bereichs Arbeit und Betrieb der Diözese Linz, bei einem Pressegespräch. – Zum wiederholten Mal wandten sich kirchliche Arbeitnehmerorganisationen im Rahmen ihrer Kampagne „Gute Arbeit“ an die Öffentlichkeit, um für gute Arbeit Impulse zu setzen. Sie sind auch mit einem Tourbus für dieses Anliegen bis 2. Mai unterwegs.
Menschen hinter Maschinen
„Ich denke, dass nicht immer die Maschinen im Mittelpunkt unserer Tätigkeit stehen dürfen“, sagt Reinhold Grausam, VOEST-Arbeiter und ehrenamtlicher Vorsitzender der Katholischen ArbeitnehmerInnenbewegung Oberösterreich. „Es muss bedacht werden, dass hinter jeder noch so modernen Anlage ein Mensch mit Herz, mit Verstand und mit seinen Gefühlen steht.“ Zur guten Arbeit gehöre, dass man am Abend nicht total ausgebrannt heimkomme, dass der Umgang unter Arbeitskollegen gut ist, dass der Chef auch mal lobt, dass es genügend Arbeitspausen gibt und der Lohn stimmt.
Gerechte Verteilung
Gute Arbeit hat nicht nur einen Preis, sondern auch einen Wert, gibt Mag.a Anna Wall-Strasser, Leiterin der Beriebsseelsorge Oberösterreich, zu bedenken. Gute Arbeit ist ein Gegenentwurf zur Realität: Gute Arbeit sichert allen Menschen ein Recht auf Arbeit und gute Arbeitsbedingungen, verteilt die erwirtschafteten Güter gerecht, gibt soziale Sicherheit und gewährleistet ein menschenwürdiges Leben. Sie fördert Weiterbildung, sorgt für gleiche Chancen von Männern und Frauen, bindet die Mitarbeiter/innen in Entscheidungsprozesse ein, achtet auf die Gesundheit, schont die Umwelt, wirtschaftet nachhaltig.