Bei uns findest du Hilfe. Wir haben den richtigen Rat und die besten Adressen. „Lebenshilfe“ ist zu einem „Angebot“ auf dem Markt geworden, so wie man auch Glühbirnen, Computer oder Schweinefleisch kaufen kann. Die Zeitung verspricht Lebenshilfe zu bieten, die Privatsender tun es ebenso wie die Gewerkschaft oder das Gesundheits-institut. Man zahlt ein bisschen was – den Mitgliedsbeitrag, das Abonnement, und schon ist man umgeben mit Tipps und Tricks, wie man das Leben leichter, besser und angenehmer gestaltet.
Nur wenn man dann wirklich einmal Hilfe braucht – zu ungelegener Zeit, nach Büroschluss oder gar in der Nacht. Dann helfen die Tipps und Tricks wenig. Da wäre es gut, wenn jemand da wäre, von dem man mehr bekäme als nur einen Tipp.
Das ist es, was den heiligen Florian ausmacht – warum über die Zeiten hin sein Name nie vergessen wurde: dass er denen, die in Bedrängnis waren, selbst zu Hilfe geeilt ist. Bischof Aichern nannte ihn deshalb den Patron der Laien in der Kirche.
Dieses Dasein für andere – nicht nur mit treffenden Worten, sondern mit Leib und Leben für andere einzutreten, ist ein Wesenszug, von dem man sich auch heute etwas abschauen kann. Den gefangenen Christen von Lorch ist Florian nicht mit Tipps und Tricks gekommen, wie sie mit ihrer betrüblichen Situation besser zurechtkommen könnten. Er hat sich an ihre Seite gestellt.