„Ich schaue gerade zum Mond. Zu Hause in Österreich steht das Gesicht des Vollmondes, hier bei uns in Uganda am Äquator liegt es: Wie wenn der Mond seine Wange auf einen Polster läge“, erzählt Sr. Margit Zimmermann im Telefonat mit der KIZ. Aus ihren Worten spürt man eine leise Sehnsucht nach der Heimat, aber wenn die 67-jährige Ordensfrau über ihre Arbeit zu sprechen beginnt, sind die Einnerungen an Linz rasch verflogen: Seit März 2003 lebt sie in Uganda und hat zu den Leuten einen guten Draht gefunden: „Es sind wunderbare Menschen. Sie leben viel biblischer.“ Mit dem zu Europa sehr unterschiedlichen Zeitempfinden zurechtzukommen, ist aber oftmals nicht einfach. Die wenigsten haben eine Uhr, sie orientieren sich an der Sonne. Und die Gesellschaft denkt eher in Generationen als in Jahren, so Sr. Margit.
Die KIZ begleitet wöchentlich die Arbeit von Oberösterreicher/innen in der „Dritten Welt“. Abwechselnd berichten der Entwicklungshelfer Hans Gnadlinger (Brasilien) und die Marienschwestern (Uganda).