Bei uns in Europa sind Dave Matthews und seine Band nicht unbedingt bekannte Größen. Drüben, in Amerika, ist das ganz anders. Und spätestens seit der Veröffentlichung seines Solodebuts im Herbst 2003 tun auch wir gut daran, uns mit diesem Künstler auseinander zu setzen. Obwohl mit einem Grammy zum besten Rockalbum des Jahres gekürt, ist „Some Devil“ weit weg von opulenter Rockmusik. Einzig und allein bei „Grave Digger“ senkt Matthews seine Stimme und überlässt ein paar Stromgitarren das Ruder. Ansonsten flechtet der Amerikaner sogar weltmusikalische Elemente in sein Werk ein: ob dies der Regenstab in „Dodo“ ist oder das Spiel mit seiner eigenen Stimme in „Grey Blue Eyes“, das den Song an einen indianischen Gesang erinnern lässt. Auch Streicher tragen das ihre dazu bei, dass so manches Lied mit einem Hauch von Mystik durchzogen wird. Doch nie schlägt Matthews mit Kitsch oder esoterischem Klimbim über die Stränge und wahrt somit die Spannung in seinen Songs.
Dave Matthews hat uns ein Klasse-Album zwischen luftiger Pop- und mystischer Weltmusik beschert.