Katholische Aktion will Europa bis in die Pfarren hinein zur Sprache bringen.
Seine Wertschätzung für das Laienapostolat hat Diözesanbischof Maximilian Aichern bei der ersten Konferenz der Katholischen Aktion in der Diözese Linz am Freitag der Vorwoche zum Ausdruck gebracht. Dass die Katholische Aktion das Gespräch mit der Wirtschaft und Politik sucht und im Sinne des Sozialwortes der christlichen Kirchen aktiv ist, sei besonders positiv. Die „KA-Konferenz“ tagte zum ersten Mal nach der Strukturreform. Thematisch ging es um die Herausforderungen nach der Erweiterung der Europäischen Union. Präsidentin Margit Hauft betonte, man müsse auch die Sorgen der Menschen ernst nehmen. Die Katholische Aktion wolle in Europafragen nicht reagieren, sondern agieren. Sowohl auf diözesaner als auch auf pfarrlicher Ebene will die Katholische Aktion Europa zur Sprache bringen.Der Publizist Dr. Paul Schulmeister meinte, die Erweiterung Europas habe begonnen ohne die notwendige Vertiefung. Die Union müsse eine Handlungsgemeinschaft werden. Die Vielfalt an Kulturen gelte es als Bereicherung und Chance zu sehen. Er plädierte für das Modell der sozialen Marktwirtschaft. „Von der freien Marktwirtschaft halte ich nichts, weil darin die Raffer und Rechner zu groß werden“, meinte er. mf