Den Zisterzienser-Mönchen war 1204 in Schlägl kein Erfolg beschieden: Vermutlich war das Kloster von Beginn an finanziell ungenügend ausgestattet. Als in einem extrem harten Winter der Abt und ein Bruder den Tod fanden, verließen die übrigen Zisterzienser – fluchtartig – das Gebiet, so die Überlieferung. Schließlich konnte Grundherr Kalhoch von Falkenstein Prämonstratenser-Chorherren für seine Stiftung gewinnen. Zum Gedenken an die Erstgründung von Schlägl lud Abt Martin Felhofer am 12. Mai 2004 Chorherren, Zisterzienser und Trappisten aus Tschechien, Bayern und Österreich zu einem Fest der Begegnung. Über einhundert Ordensmänner und -frauen waren gekommen. Der Kirchenhistoriker DDr. P. Gerhard Winkler aus Wilhering referierte über die Gründergestalten der beiden Orden: über den heiligen Bernhard von Clairvaux und den heiligen Norbert von Xanten. Ihre Gemeinschaften waren in der Frühzeit durch einen Pakt verbunden.