Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg und Prof. Ewald Volgger
Ausgabe: 2004/21, Volgger, Eisenberg, Synagoge
19.05.2004
- Heinz Niederleitner
Zum Thema „Heilige Zeiten – heilige Orte“ begegneten sich Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg und Prof. Ewald Volgger in der Synagoge.
Es war bereits das 19. Mal, dass die Israelitische Kultusgemeinde Linz und das Forum St. Severin ein Treffen in der Synagoge veranstalteten. Das erste Mal dabei war der neue Ordinarius für Liturgiewissenschaft an der KTU Linz, Dr. Ewald Volgger. In seinem Statement betonte Volgger die Sehnsucht nach der Gegenwart Gottes an Heiligen Orten und die kultische Bedeutung. Als Beispiel für die Haltung der kath. Kirche führte er das Weihegebet für einen neuen Kirchenbau an. Nicht vergessen werden dürfe aber auf die lebendige Gemeinschaft.
Dass die Gemeinschaft auch im Judentum eine wichtige Rolle spiele, ging aus dem Statement von Oberrabbiner Eisenberg hervor: Zehn Männer müssen anwesend sein, um als offizielle Gemeinschaft beten zu können. Heilige Zeit könne man überall erleben. Eisenberg erzählte, dass sich während eines Fluges zehn jüdische Männer zum Abendgebet gefunden hatten. In Bezug auf Jerusalem meinte er, dass hier ein heiliger Ort politische Dimension erhalte, man aber sehen müsse, dass der Ort auch anderen Religionen heilig sei.