Am Pfingstsamstag feierte Kardinal F. Arinze (Mitte) in Grieskirchen ein Pfingsthochamt. Am Sonntag firmte er in Vöcklamarkt, am Montag in Neumarkt/H. Rechts: Stadtpfarrer Johann Gmeiner.
„Der Diözesanbischof soll entscheiden! Die Welt ist groß und die Verhältnisse sind nicht überall gleich.“ Diese bemerkenswerte Antwort gab der Präfekt der vatikanischen Gottesdienstkongregation, Kurienkardinal Francis Arinze, bei seinem Pfingstbesuch in Oberösterreich. Die erst jüngst erlassene römische Instruktion „Redemptionis sacramentum“ trägt Arinzes Unterschrift.
In Grieskirchen ging Kardinal Arinze nach einem festlichen Gottesdienst im Pfarrheim auch auf die Frage ein, ob Sonntags-Wortgottesdienste in Pfarren möglich sein sollen, wenn kein Priester da ist. Die Bischöfe hätten die besten Kenntnisse von den Verhältnissen im Land und sollten entscheiden, meinte Arinze.
Allerdings verwies er darauf, dass bei Priestermangel Seelsorger aus anderen Ländern zum Einsatz kommen könnten.Im Gespräch gab Arinze auch seiner Sorge Ausdruck, das Ge-fühl, Priester zu brauchen, könnte schwinden, wenn der Unterschied zwischen Priester und Laien nicht gesehen würde. Seine Kongregation spreche sich daher gegen die Kommunionfeier bei Wortgottesdiensten aus, mache aber keine Vorschrift daraus. Auch hier gelte: „Der Bischof soll entscheiden!“