Im April und Mai wurde die Caritas-Haussammlung durchgeführt. Etwa 7.000 Sammler/innen waren für die Caritas unterwegs. Diese lud nun abschließend zu Dankfeiern ein.
Die Haussammlung ist die wichtigste Sammlung der Caritas. Das gute Vorjahres-Ergebnis von knapp 1,7 Millionen Euro könnte auch heuer erreicht werden. Das Endergebnis liegt allerdings noch nicht vor. Ungefähr 7.000 Menschen, die sich bei der Haussammlung engagieren, ist dies zu danken. Die Caritas lud zu Dankfeiern in Caritas-Einrichtungen und verband damit auch Informationen über die jeweilige Einrichtung. Insgesamt 400 Haussammler/innen kamen zu diesen Veranstaltungen. Die letzte in der Reihe der Dankfeiern war am 18. Juni in der Abteilung Hör- und Sehbildung in Linz. Caritas-Rektor Prälat Josef Mayr feierte mit 120 Frauen und Männern einen Dankgottesdienst. In seiner Predigt nannte er als gemeinsame Grundsicht der Christen die Option für die Armen. Es gelte, niemanden auszuschließen, sich aber den Menschen am Rand besonders zuzuwenden, diese wieder in die Mitte der Gesellschaft zu holen. Nach dem Gottesdienst stellte die Leitung der Abteilung Hör- und Sehbildung die Einrichtung vor. Die Feier klang mit einer Jause aus.
Bittende und Boten
Drei Marias aus Putzleinsdorf – Maria Reiter, Maria Geretschläger und Maria Berger – waren unter den etwa 120 Teilnehmer/innen an dieser Dankfeier. Die drei versehen seit Jahren den Dienst der Haussammlung. Haussammeln bedeutet nicht nur, für die Caritas Geld zu erbitten. Die Haussammler/innen sind, wie im Gabengebet des Dankgottesdienstes auch ausgedrückt wurde, Boten der Kirche, die mit Menschen reden, die schweigen und hören, sich mitfreuen können, mittrauern, mittragen und mitglauben. „Es hat sich nichts geändert“, ist die Erfahrung aller drei Putzleinsdorfer „marianischen Haussammlerinnen“. Die Menschen sind weiterhin aufgeschlossen für die Anliegen der Caritas, niemand schimpft. Unverändert ist auch, dass vor allem Frauen sammeln gehen und nur wenige junge Leute. Viele Sammler/innen haben fortgeschrittenes Alter. Die drei Putzleinsdorfer Marien sind ein beredtes Beispiel: Maria Geretschläger ist bereits 92 Jahre alt, Maria Berger 85 Jahre und Maria Reiter 70 Jahre.