Pinsdorf: Pfarre gründet „Freundeskreis“ für Hilfe bei Bauprojekten
Ausgabe: 2004/28, Pinsdorf
06.07.2004
- Josef Wallner
Ohne die regelmäßigen Kirchenbesucher/innen wären die meisten Bauvorhaben der Pfarren undurchführbar. PInsdorf versucht mit den „Freunden der Pfarre“ nun ein zweites Standbein für „Hilfe aller Art“ zu schaffen.
An Gerüsten und Mischmaschinenlärm wird es in der nächsten Zeit in der Pfarre Pinsdorf nicht fehlen: Das Pfarrzentrum muss saniert werden, ebenso der Friedhof und auch die Kirche ist im Gespräch. „Dazu wird viel Geld notwendig sein, das aus der Gruppe der Kirchenbesucher/innen niemals aufgebracht werden kann“, erklärt Pfarrassistent Gerhard Pumberger. Er geht daher einen neuen Weg und ist dabei einen Freundeskreis für die Pfarre aufzubauen. Mit einer Kerngruppe, die aus Leuten unterschiedlichster Herkunft – kirchenfern und kirchennah – zusammengesetzt ist, will er möglichst viele Menschen aus der Gemeinde Pinsdorf und darüber hinaus als „Freunde der Pfarre“ gewinnen. Entscheidend wird sein, dass die Kerngruppe kreative und pfiffige Ideen entwickelt, damit der Freundeskreis sich gerne für die verschiedensten Projekte einsetzt, so der Pfarrassistent: „Es geht aber nicht nur um das Auftreiben von Geld, obwohl das in den nächsten Jahren notwendig sein wird.“ Die Freunde werden eine weitere ebenso wichtige Aufgabe wahrnehmen: Sie werden ein wohlwollendes Klima für die Pfarre schaffen und so zu einem gutem Image beitragen. Pumberger: „Das ist mehr wert als alles Geld.“
Sehnsucht nach Segen
Er macht sich keine Illusionen: Freunde gewinnt man nur, wenn man auf irgendeine Art und Weise attraktiv ist. Der im Aufbau befindliche Freundeskreis bedeutet für die Pfarre einen Ansporn, Profil zu zeigen. Die Segnungsgottesdienste, auf die sich die Pfarre seit einiger Zeit spezialisiert, sind ein Schritt zum besonderen Profil: Segnungen am Valentinstag, Christophorussonntag, Welttierschutztag und zu Allerseelen.
Nicht übersehen möchte Pumberger die große Freundes-Gruppe, die bereits existiert: „Unsere Kirchenbeitragzahler – ihnen gebührt ein Danke.“ Sie ersetzen aber den engeren Freundeskreis nicht. Eine wesentliche Aufgabe für Pumberger wird in der Kontaktpflege mit den Freunde der Pfarre bestehen. Die „Freunde der Pfarre Pinsdorf“ sollen regelmäßig Informationen bekommen, die sie mit den laufenden Aktivitäten in Verbindung hält.
Freundschafts-Pastoral
Für den Pfarrassistenten ist der Aufbau der Freunde Teil der Pastoral. In Anlehnung an den deutschen Forscher Michael Ebertz spricht er von einer „Kommunikations-Pastoral“. Oder einfacher gesagt: Wichtiger als das Geldsammeln ist Freunde zu gewinnen.