Am vergangenen Freitag erhielt Heinz Sackl-Mayer einen besonderen Orden: ein Lebkuchenherz der Katholischen Jugend.Er unterrichtet kaufmännische Fächer, Wirtschaftsinformatik und Projektmanagement an der Handelsakademie und Handelsschule in Bad Aussee. Nicht gerade etwas, worauf Schüler fliegen. Und doch wurde er von der dritten Klasse der Handelsschule für die Auszeichnung „Ein Herz für Schüler/-innen“ vorgeschlagen. Die Jury der Katholischen Jugend Österreichs befand, dass er das Herz verdient.Er habe sich schon bisher bemüht, seine angeblich „trockenen Fächer“ den Schüler/-innen durch viel Praxisnähe schmackhaft zu machen. „Dadurch“, so Sackl-Mayer, „ist mir auch die Idee gekommen, der ich wohl den Preis verdanke. Nachdem der Eine-Welt-Laden in Bad Aussee von den bisherigen Betreibern wegen zu geringer Nachfrage geschlossen werden musste, sah ich darin eine einmalige Chance, diesen mit Hilfe von Schüler/-innen weiterzuführen.“ Mit zwei Kollegen gründete Sackl-Mayer einen gemeinnützigen Verein, der die Ausbildung der Schüler und die Förderung des fairen Handels zum Ziel hat. „Für die Schüler/-innen, die mit Hilfe der drei Lehrer vom Verkauf bis zum Marketing alles selber machen, ist das eine tolle Herausforderung, denn statt in einer fingierten Übungsfirma betreiben sie ihre Geschäfte in einem sehr realen Laden. Außerdem haben sie die Möglichkeit, durch Arbeiten in der Freizeit ihr Praktikum zu absolvieren“, freut sich Sackl-Mayer.Für den ehemaligen Amnesty-Aktivisten ist es ein wesentlicher Nebeneffekt, dass über dieses Projekt das Interesse der Schüler an globalen Zusammenhängen und am fairen Handel deutlich gestiegen ist.