Zur Sicherheit noch die Handtücher – wer weiß, ob es in der Unterkunft welche gibt. Und den Pullover nicht vergessen, es könnte kühl werden. Der Rucksack ist rasch voll – und vor allem schwer. Das Ding soll vor allem ja auch getragen werden. Was nehme ich mit, damit es mir seine Dienste leisten kann wird auch zur Frage: was bürde ich mir auf?
Der Reiseproviant und die ganze Ausstattung erschweren zunächst einmal, ehe sie helfen und dienlich sind. Doch wehe dem, der die Last scheut und ganz auf das Gepäck verzichtet. Die Reserven werden schnell ausgehen. Das „Binkerl“, das einer zunächst wie eine Last durch das Leben trägt, wird zur „Reserve“, mit dem man sich in einer späteren Etappe des Lebens nährt. Die Wanderung im Sommer mit dem damit verbundenen Rucksackpacken wird zu einer kleinen Lebensmeditation: Was wird für mich wichtig sein – und worauf will ich be-wusst verzichten? Wer hat nicht im Nachhinein schon festgestellt, dass er mit der Hälfte des Rucksack- oder Kofferinhalts auch ausgekommen wäre?
Menschen heute neigen dazu, sich sehr viel an Proviant einzupacken – es ist ja auch vieles leicht und günstig zu haben. Nicht der Rucksack oder der Koffer sind jetzt gemeint. All die Dinge sind es, die man sich im Lauf der Jahre so aneignet. Sie sind nicht nur schön und gut. Sie belasten auch – nicht nur einen selbst, sondern die Schöpfung, die Mitmenschen. Das Leben wird schwer mit den vielen Dingen. Lebenskunst fängt – auch – beim Rucksackpacken an.