Bundesministerin Elisabeth Gehrer nahm zur geplanten Reform der pädagogischen Akademien Stellung und meinte: Graz und Linz bräuchten nicht zwei Pädagogische Akademien.
Die Ansage der Ministerin mag plausibel klingen, für Dr. Hans Schachl, Direktor der diözesanen PÄDAK in Linz, ist die Sache nicht so klar wie für Gehrer. Bevor über Standorte diskutiert wird, solle das Ministerium das schon ausgearbeitete Grundlagenpapier veröffentlichen, fordert Schachl. Damit könnte wie versprochen der notwendige Diskussionsprozess beginnen. Erst dann wird man sinnvollerweise über die pädagogischen Einrichtungen in Linz reden können. Für Dr. Karl Aufreiter vom Schulamt der Diözese Linz ist eine eigene kirchliche pädagogische Hochschule in Linz das Ziel. Mit dem kürzlich neu geschaffenen Akademienverbund sollte eine gute Basis gelegt sein. Der Verbund vereint unter einem Dach die Lehrer-, Religionslehrer- und Sozialpädagogische Ausbildungen sowie die Fortbildungseinrichtungen. Ohne Grundlagenpapier des Ministeriums sei aber alles in Fluss, so Aufreiter. Hintergrund der sich seit Jahren hinziehenden Diskussion ist die Aufwertung der pädagogischen Ausbildung und die Konzentration der österreichweit mehr als fünfzig derartigen Einrichtungen. „Wenn die Ministerin von insgesamt zehn Pädagogischen Hochschulen spricht, wäre in Oberösterreich für zwei Hochschulen Platz“, meint Schachl.