Wie Gesetze zu Gesetzen werden, konnte eine Gruppe Oberösterreicher/innen erfahren. Initiiert und organisiert von der Kath. Hochschulgemeinde besuchten sie das Hohe Haus.
Die Reiseleitung konnte kompetenter nicht sein: DDr. Severin Renoldner saß von 1991 bis 1996 für die Tiroler Grünen im Hohen Haus. Der heutige Leiter des Sozialreferates der Diözese brachte schon auf der Fahrt nach Wien der Gruppe das Funktionieren des Parlamentes näher. Dabei versäumte er nicht, Fragilität und geschichtliche Herkunft des Parlamentes zu betonen: „In zivilisierter Form ist das Parlament die Fortsetzung von Kampf, nur eben im Streit und ohne Gewalt. Das Parlament ist auch eine Bühne, wo gesellschaftliche Gegensätze akzentuiert sichtbar werden.“ In Zusammenhang mit der immer niedriger werdenden Wahlbeteiligung meinte Renoldner, dies sei nicht gut: Das Machtvakuum in einer Demokratie sei schnell gefüllt von anderen Kräften. Nach dem Ausschalten des Parlamentarismus, wie dies 1933 der Fall war, könne das demokratische System rasch kippen.
Abgeordnete im Gespräch
Neben einer Führung durch das Hohe Haus, das gezeichnet war vom Tode des Bundespräsidenten, hatte die Gruppe die Möglichkeit, mit zwei Abgeordneten aus Oberösterreich zu sprechen: August Wöginger (ÖVP) aus Sigharting (Bez. Schärding) und Dr. Gabriela Moser (Grüne) aus Linz. Damit standen nicht nur zwei Abgeordnete aus Regierung und Opposition, sondern auch ein Jungabgeordneter (Wöginger ist 29 Jahre alt und seit 2002 im Hohen Haus) und eine langgediente Parlamentarierin Rede und Antwort (Moser wird bald 50 Jahre und sitzt seit 1994 im Parlament).Die Teilnehmer/innen bezeichneten am Schluss die Exkursion nach Wien als gelungen. Teilgenommen hatten Studenten, Pensionisten und Interessierte. Die Idee dazu stammt aus dem Gemeinderat der KHG.