Die Österreicher stehen zu ihren Ordensspitälern: 77 Prozent der Österreicher verlangen eine finanzielle Gleichstellung der Ordensspitäler mit den Krankenhäusern der öffentlichen Hand. Dies hat eine repräsentative Studie des „Gallup“-Instituts ergeben. Besonders deutlich ist diese Forderung in Salzburg und Oberösterreich ausgeprägt (83 Prozent).
Der Hintergrund der Umfrage ist die prekäre finanzielle Situation der Ordenskrankenhäuser: Die österreichischen Orden müssen jährlich bis zu zehn Prozent der Abgänge aus dem Vermögen ihrer Gemeinschaft abdecken, während Krankenhäusern der öffentlichen Hand sämtliche Abgänge aus öffentlichen Mitteln bezahlt werden. 82 Prozent der Befragten wenden sich gegen die Schließung von Ordensspitälern.
„Das Urteil der österreichischen Bevölkerung ist für uns ein Auftrag, die Spitäler auf Basis unseres christlichen Weltbildes nach modernstem medizinischem und ökonomischem Standard weiterzuführen“, erklärt Pater Leonhard Gregotsch, Leiter der Arbeitsgemeinschaft der Ordensspitäler Österreichs. Den hohen Qualitätsstandard und die menschliche Betreuung in den Ordensspitälern schätzen 72 Prozent der Österreicher. Vier von fünf Befragten sind Ordensspitäler bekannt.