Die Entscheidung des Vatikans einen Visitator nach St. Pölten zu senden, hat für Aufatmen in der Diözese gesorgt: bei der überwiegenden Mehrheit der Priester, der pastoralen Mitarbeiter/innen und bei den Gläubigen. Der Grundtenor der Reaktionen: Bischof Klaus Küng wird als ein Anprechpartner gesehen, der die Anliegen der Gläubigen ernst nehmen will. Jetzt ist für ihn die Zeit des Hörens. Bischof Küng macht im KIZ-Interview daher auch unmissverständlich deutlich, dass er der Kampagne der Monatsschrift „Der 13.“ nichts abgewinnen kann, die ihre Leser/innen auffordert, einen Appell an Papst Johannes Paul II. zu unterschreiben: „Heiliger Vater, bitte beschützen Sie diesen ihren Bischof Krenn.“ Bischof Küng: „Ich sage allen, die versuchen Einfluss zu nehmen, mit aller Klarheit: Ich bin gewohnt, mir mein eigenes Urteil zu bilden.“ Die Beschwerdeplattform von „Wir sind Kirche“ sieht Küng ebenfalls kritisch. Vor allem aber bittet der Bischof um das Gebet: „Bitten wir Gott, dass es gelingt.“