Ausgabe: 2004/31, Christen, Frieden, Außenpolitik, Sicherheitspolitik, Pax Christi
27.07.2004
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Eine Außen- und Sicherheitspolitik, die sich an den Prinzipien des Dialogs und der friedlichen Konfliktbewältigung orientiert und kein österreichischer Beitrag an einer EU-Armee sind die wesentlichen Zielsetzungen des Friedensvolksbegehrens, das sich zur Zeit noch in der Einleitungsphase befindet. Die katholische Friedensbewegung Pax Christi Österreich ist eine der Organisationen, die das Volksbegehren unterstützen. „Wir engagieren uns für das Friedensvolksbegehren, weil wir eine aktive Neutralitätspolitik Österreichs wollen. Unseren Auftrag leiten wir aus der Friedensbotschaft Jesu und seiner Gewaltlosigkeit ab,“, betont Petra Gstöttner-Hofer, von Pax Christi Oberösterreich. Die Stärken eines friedlichen wie neutralen Österreichs liegen ihrer Ansicht nach in der Vermittlerrolle, die zur gewaltfreien Konfliktlösung beitragen kann. Europa werde nicht durch die Aufrüstung der Armeen sicherer, sondern durch eine gerechte Sozialpolitik, bei der denjenigen Personen geholfen wird, die ansonsten durch das soziale Netz durchfallen würden. Für Pax Christi ist das Volksbegehren eine Möglichkeit ihrer Forderung nach einem friedlichem Europa in einer friedlichen Welt Nachdruck zu verleihen. Kommen die notwendigen 8000 Unterschriften bis Ende Sommer 2004 zustande, wird die Eintragungswoche für das Volksbegehren voraussichtlich im Frühjahr 2005 stattfinden.