Interreligiöses Picknick auf Einladung der Stadt Rijeka, hoch über der Stadt.
Die Ökumenische Reise der Kirchenzeitung führte nach Slowenien und Kroatien.
„In dieser Kirche bin ich selbst noch nie gewesen“, erzählte Dr. Duro Piskaric, Pfarrer und Caritasdirektor der Erzdiözese Rijeka. Als am Donnertag, 22. Juli Nachmittag, die Teilnehmer/innen der Ökumenischen Reise der Kirchenzeitung die serbisch-ortholoxe Kirche in Rijeka betraten, waren sich viele der Bedeutung des Augenblicks gar nicht bewusst: Erstmals wurden Christen anderer Konfessionen vom orthodoxen Pfarrer in der Kirche empfangen. Die nationalen Spannungen über Jahrhunderte bis zum Jugoslawienkrieg erst vor einem Jahrzehnt haben bewirkt, dass Katholiken und Serbisch-Orthodoxe in dieser Gegend bisher nicht miteinander beteten.
38 Personen nahmen an der diesjährigen 9. Ökumenischen Reise der Kirchenzeitung teil. Superintendent Hansjörg Eichmeyer und Bischofsvikar Wilhelm Vieböck waren Geistliche Begleiter der Reise. Die täglichen Morgen- und Abendandachten gehören zum Besonderen dieser Reise. Der ökumenische Gebetsgottesdienst in der Pfarre Matulji, auf einem Berg über der Ferienstadt Opatija gelegen, war Höhepunkt. Auch der Imman der Islamischen Glaubensgemeinschaft feierte mit, ebenso ein Vertreter der israelitischen Glaubensgemeinschaft. „Unsere nächsten Brüder sind die Christen“, meinte Imman Demail ef. Rizvani. Im überwiegend katholischen Kroatien gibt es – wie in Slowenien – nur rund 1 Prozent evangelische Christen. Ökumene wird seit einem Jahrzehnt sehr wichtig genommen. Msgr. Popovic kümmert sich um die ökumenischen Kontakte in der Erzdiözese, auch um den Dialog zwischen den Religionen.
Die Ökumenische Reise führte vom 18. bis 23. Juli zunächst nach Slowenien. Der evangelische Pastor Gesua Filo führte durch die slowenische Hauptstadt Laibach. Die Kirchen in Slowenien müssen ohne Kirchenbeitrag auskommen. Religionsunterricht findet nicht in den Schulen, sondern in den Pfarren statt.Die wunderbaren Kulturschätze auf der istrischen Halbinsel in Kroatien zeugen von einer vielfältigen Geschichte. Ein ständiges Auf und Ab mit wechselnden Herrschaften, von den Römern bis zu den Venetiern, von der österreichischen Herrschaft bis zum Nachkriegs-Jugoslawien, in dem zehntausende Italiener Istrien verlassen mussten. Der Sommer-Tourismus bildet heute das wirtschaftliche Rückgrat. Die wunderschönen Landschaften im Landesinneren mit den mittelalterlichen Städten – darunter die kleinste Stadt der Welt Hum oder die Künstlerstadt Motovun – ist teilweise von Abwanderung betroffen: Wo früher Wein und Oliven angebaut wurden, rankt sich heute oft niedriger Wald.
Kirche für Serben
DiözeseVor 13 Jahren hat die Diözese Linz die „Hafenkirche“ den serbisch-orthodoxen Christen für ihre Gottesdienste überlassen. Jetzt wurde sie offiziell zusammen mit dem angeschlossenen Pfarrzentrum an die serbisch-orthodoxen Kirche verkauft. Zur Vertragsunterzeichnung war der serbisch-orthodoxe Bischof für Mitteleuropa, Konstantin, nach Linz gekommen. Der Preis beträgt 450.000 Euro, die in den nächsten zehn Jahren bezahlt werden sollen. Das Gotteshaus wurde nun renoviert und auf den Heiligen Basilius von Ostrog neu geweiht.