St. Oswald-Pfarren aus der Steiermark, aus Kärnten, Nieder- und Oberösterreich sowie als Bayern trafen sich im Mühlviertel.
Am Wochenende stand St. Oswald/Fr. im Zeichen des Pfarr- und Marktpatrons. Gäste aus Österreich und Deutschland trafen sich, um mit der Pfarre gemeinsam das 1.400-jährige Geburtsjubiläum Oswalds zu feiern. „Im 20. Jahrhundert ist das Wissen um den hl. Oswald stark zurückgegangen“, sagt Josef Friesenecker, Pfarrer von St. Oswald/Fr. Als er 1968 in die Pfarre kam, war kaum etwas über den Pfarrpatron bekannt. Doch der Augustiner-Chorherr (St. Florian) ging daran, die Biographie des englischen Heiligen zu beleuchten: „Er lebte in einer Zeit nationaler und religiöser Spannungen: Germanen gegen Kelten, Christen gegen Heiden. St. Oswald war Flüchtling, König und Märtyrer, obwohl ihn sein heidnischer Vater, der Priester und Mönche hatte umbringen lassen, Wotan geweiht hatte. Darauf verweist der Rabe. Das Schwert steht für sein Martyrium, bei dem ihm Kopf und Hand abgeschlagen wurden“, erklärt der Pfarrer.
Wallfahrt nach Schottland
Bereits 1986 hat er den Text des Oswald-Liedes geschrieben, vertont wurde es von Franz Kolmbauer. Seit 1989 besitzt die gotische Kirche ein Oswaldtor mit wichtigen Lebensstationen des Heiligen. Letztes Jahr machte sich die Pfarre zu einer Wallfahrt nach England und Schottland auf, wo Oswald wirkte. Seit heuer hat die Kirche eine neue Oswaldglocke. Und vergangenes Wochenende feierte man das große Oswaldfest.Aus Reichenfels (Ktn.), Kalwang (Stmk.), Leobendorf (Bayern) u.a. Oswaldpfarren kamen Vertreter, die sich und ihre Gemeinschaft vorstellten. Prominent besucht war auch das Hochamt, welches Bischof Maximilian Aichern mit den Gästen und der Pfarre feierte: Landtagspräsidentin Angela Orthner gehörte zu den Besucher/innen. Als Eingangslied wurde das St. Oswald-Lied gesungen.