„I can’t find myself“ sind die ersten Worte, die Robert Smith einem zu Beginn des neuen Albums „The Cure“ entgegengreint. Und damit ist klar: Smith ist immer noch auf dem Weg - als Gebeutelter, als Düsterling, als ewig Leidender, als Suchender nach sich selbst. Es ist wieder mal das Ende der Welt, die unerreichte große Liebe, die ewige Finsternis, wovon das neue Cure-Album bestimmt wird.The Cure machen 2004 dort weiter, wo sie 1989 mit „Disintegration“ aufgehört haben. Der Sound der neuen Songs ist dem Produzenten Ross Robinson zu verdanken, der vor allem metallene, schwere Gitarren in den Vordergrund rücken lässt. Selbst dann wenn Smith sich mit seiner Stimme im Lovesong „(I Don’t Know What’s Going) On“ in schwindelerregende Höhen wagt und dem Song beinahe Flügel verleiht, lässt die schwere Instrumentalisierung das Lied nicht vom Boden abheben. Mit „The Cure“ hat die Band rund um Obergruftie Smith alte Größe wiedererlangt und lässt die letzten Durchschnittswerke "Wild Mood Swings” und "Bloodflowers” vergessen. Große Gesten auf einem großen Album.
The Cure - The Cure (erschienen bei Geffen Records)