Auf Sprachkurs, als Aushilfspriester oder für länger in der Diözese Linz
Ausgabe: 2004/35
24.08.2004
- Ernst Gansinger
Etwa 60 Priester machen in den heurigen Sommermonaten Dienst als Aushilfspriester in unserer Diözese. Sie kommen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Europa.
Aloysius Ssensamba Gonzaga aus Uganda ist im August in der Pfarre Altenberg. Schon voriges Jahr war er, der heuer sein Dogmatik-Studium in Rom abgeschlossen hat und Ende des Jahres in sein Heimatland zurückkehrt, Aushilfspriester in Riedau und Dorf/Pram („liebe Grüße“ an die Leute dort!). Seine kommende Aufgabe im Süden Ugandas ist die Leitung des Priesterseminars.
Aloysius Ssensamba Gonzaga spricht nicht sehr gut Deutsch, das ist ein Handicap. Dennoch pflegt er den Kontakt und predigt auch. Er liest die vorbereitete Predigt in deutscher Sprache vor. Von den Österreichern ist er angetan: Die Menschen sind hilfsbereit. Aber das Bild von Afrika ist oft verzerrt. Afrika sei kein einheitlicher Kontinent. Er möchte helfen, die Information zu verbessern. Die Kirche in unserem Land erlebt er als bestens organisiert. Alles wird geplant, die Laien können mitwirken. Moderne Kommunikationsmittel (etwa Internet) sind weit verbreitet.
Auch der 2003 zum Priester geweihte Stanislav *Smondrk aus der Slowakei ist derzeit in Österreich. Er bleibt allerdings länger – fünf Jahre. Er möchte in Absprache mit seinem Bischof und Bischof Maximilian eine andere kirchliche Kultur kennen lernen. Derzeit lernt er Deutsch. Ab September wird er ein Jahr in der Seelsorge der Linzer Pfarre Christkönig mitarbeiten. Sein erster Eindruck: Die Laien fühlen sich sehr viel mehr für die Kirche verantwortlich.