„Es hängt auch vom Einsatz der Eltern ab, wie gut unsere Schulen sind“, meint Maria Smahel. Derzeit kämpft sie gegen einen Sparkurs auf Kosten der Kinder.
Dass man sich für Dinge, die einem wichtig sind, auch engagieren muss, habe sie schon früh in ihrer Pfarre bei den Salesianern Don Boscos gelernt, meint die Wienerin Maria Smahel (57). Sie habe daher auch zugesagt, als sie von der Klassenlehrerin ihres ersten Sohnes vor über 20 Jahren angesprochen wurde, die Klassenelternvertreterin zu machen. Ein Jahr später wurde sie zur Obfrau des Elternvereins an der Volksschule gewählt. „Mit meinen drei Kindern blieb mir diese Aufgabe neun Jahre. Und als ich aufhörte, meinte die Direktorin, ob ich nicht noch ein Kind adoptieren wolle.“ Smahel spricht damit auch ein Problem an, das immer drängender wird. „Es wird schwieriger, Mütter oder Väter zu finden, die bereit sind, im Elternverein oder im Schulgemeinschaftsausschuss mitzuarbeiten. Aber ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass es für die Kinder ungemein wichtig ist, dass sich Eltern in den Schulen engagieren. Man kann da sehr viel für ein gutes Schulklima tun, indem man Probleme partnerschaftlich löst oder interessante Projekte mitträgt.“ Nach der Volksschulzeit ihrer Kinder wirkte Smahel acht Jahre im Schulgemeinschaftsausschuss im Gymnasium. Schließlich führten sie ihre reichen Erfahrungen zum Katholischen Familienverband Österreichs, wo sie als Referentin für Schule und Bildung tätig ist. Beim Dachverband der Pflichtschulelternvereine werkt sie als Geschäftsführerin.