Bisher sind die Befürworter der aktiven Sterbehilfe (Tötung auf Wunsch) im Europarat gescheitert. Zwei Mal wurde die Vorlage des Schweizer Abgeordneten Dick Marty von den Parlamentariern an den Sozialausschuss zurückverwiesen. Marty wollte allen europäischen Staaten empfehlen, die „Sterbehilfe“ nach dem „Vorbild“ von Belgien und den Niederlanden zu legalisieren. Nun bereitet Marty einen weiteren Anlauf vor. Damit daraus auch etwas wird, wollen private Fernsehsender in einigen Ländern mit Talk-Shows Stimmung für die Euthanasie machen. Dabei soll das Publikum nach der Darstellung von extremen Fällen des Leides per Telefon abstimmen, ob sie für die „erlösende“ Todesspritze sind oder nicht. Wer den Menschen nicht achtet, dem ist wohl jedes Mittel recht!
Hans Baumgartner
Mehr als je zuvor
Der in dieser Woche vorgestellte Jahresbericht der kirchlichen Entwicklungsorganisationen ernüchtert. Die vorgelegten Zahlen belegen, wie wenig die Hilfe für die Ärmsten dem öffentlichen Budget in einem der reichsten Länder der Welt wert ist. Alleine die kirchlichen Organisationen haben offiziell um 13,3 Millionen Euro mehr für Projekte in die „3. Welt“ überwiesen, als die Republik Österreich dafür 2003 erübrigen konnte. In Wahrheit kommen noch einige Millionen hinzu: nicht jeder Euro, der nach einem Pfarrkaffee in die Missionskasse ging, wurde von der Statistik erfasst. Die beschämenden öffentlichen Zahlen mit Budgeteinsparungen zu rechtfertigen, würde die Absichten endgültig demaskieren. Denn trotz gestiegener Belastungen für die privaten Haushalte haben diese 2003 mehr Geld als je zuvor mit dem armen Süden geteilt.