Wer wird neuer Bischof? Die Frage ist einem, der im diözesanen Bereich arbeitet, wohl schon Dutzende Male gestellt worden. In Zeitungen kursieren Namen. Sie alle bewegen sich im Bereich der Spekulation. Sichere Informationen, auch nicht solche aus „gewöhnlich gut informierten Kreisen“, gibt es nicht.
Jetzt wird der Prozess der Kandidatenfindung aufgenommen. Vor allem jenen, die die Diözese Linz als besonders schwierig hinstellen, darf man sagen: Ein künftiger Bischof kann auf einem guten Boden weiterbauen. Leute, die am Dialog wenig Interesse haben, haben die Kirche in Oberösterreich schlecht geredet und schlecht geschrieben – und versuchen dies auch weiter zu tun. Die Zahlen sprechen eine andere Sprache. In keiner anderen Diözese beteiligen sich die Menschen so stark am kirchlichen Leben. Geht es um Spenden für Caritas und „Dritte Welt“, die Diözese Linz ist immer vorne zu finden. Mit seiner menschlichen Wärme hat Bischof Maximilian Aichern viel dafür getan. Um eigene Beliebtheit ist es ihm nie gegangen; wohl aber darum, dass Menschen eine Liebe zu dem entwickeln, was für ihn ganz oben steht: Am Evangelium sollen sie Gefallen finden – und daraus die Welt gestalten. Glaube, dem die Tat nicht folgt, ist nicht wirklicher Glaube. Davon ist Bischof Maximilian überzeugt und dafür tut er viel. „Sozialbischof“ ist für ihn so etwas wie eine Ehrenbezeichnung.
Von „Entmachtung“ war die Rede. Wem es nicht um Macht geht, der kann wohl nicht entmachtet werden.