Die „Elisabeth Liegenschafts Entwicklungs Aktiengesellschaft“ ELAG – zu 70 Prozent in kirchlichen Händen – hat im Frühjahr eine Anleihe (zehn Jahre Laufzeit) aufgelegt. So soll von Anlegern, die für soziales Engagement offen sind, ihr Geld sicher veranlagen wollen, dabei etwas kleinere Renditen in Kauf nehmen, Kapital für Investitionen im Umfeld der Kirche aufgebracht werden. Das größte ELAG-Projekt tritt noch heuer in die erste Bauphase: In der Altstadt von Bratislava hat die slowakische Caritas ein Haus aus der Zwischenkriegszeit mit 7.900 Quadratmetern Nutzfläche. Einst ein Heim für mehr als 500 Arbeiterinnen, hat es sich zum sanierungsbedürftigen Gebäude gewandelt, in dem noch knapp 40 ältere und arme Frauen wohnen, wie die Geschäftsführerin der Caritas Bratislava und ELAG Slowakei, Katarína Raslová berichtet. ELAG-Geschäftsführer Egon Peter Karl nennt als wichtiges Ziel der ELAG, die kirchlichen Immobilien in den osteuropäischen Ländern nachhaltig zu sichern. Bis jetzt sind Anleihen um 3,7 Millionen Euro gezeichnet worden. Ziel sind fünf Millionen. Die Sanierung des Hauses in Bratislava wird 7,7 Millionen Euro kosten. Nach der Renovierung soll es zu 38 Prozent sozial genutzt werden (Altenheim, Sozialwohnungen, Caritasräume) und zu 62 Prozent kommerziell (Geschäfte, Büros ...). Die soziale Anleihe kann bei Raiffeisenbanken, Sparkassen, Oberbanken, VKB und Hypo gezeichnet werden.