Betreubares Wohnen ist eine Zukunftsform des Wohnens, stellt die Caritas für Betreuung und Pflege fest. „So lange wie möglich zu Hause“ lautet das politische Ziel von Landesrat Ackerl für die Betreuung alter und gebrechlicher Menschen. Politik und Soziale Organisation denken also ähnlich.
Niedriges Pflegegeld (einschließlich Pflegegeldstufe 2) lässt davon ausgehen – zwar nicht zwingend, aber doch – dass durch Maßnahmen der aktivierenden Betreuung und Pflege zu Hause der Betreuungsbedarf abgedeckt werden kann. Zwischen daheim wohnen und in einem Heim leben liegt das Betreubare Wohnen mit dem Motto „so viel Freiheit wie möglich, so viel Hilfe wie nötig“. Die Caritas nennt dies eine zeitgemäße Alternative für Menschen, die eine barrierefreie, individuell möblierte Mietwohnung wünschen und das Bedürfnis nach Gemeinschaft in einem stimmigen sozialen Umfeld abdecken möchten. Die Caritas für Betreuung und Pflege strebt eine verstärkte Zusamenarbeit mit den Pfarren an – wie in der Pfarre Guter Hirte in Linz: In einem Kombiprojekt mit dem Kindergarten entstehen 13 betreubare Wohnungen.
- Caritas für Betreuung und Pflege, Regina Rockenschaub, 0732 / 7610 2451. E-Mail: regina.rockenschaub@caritas-linz.at
Zu Hause betreuen. Ende 2003 zählte man in Oberösterreich 58.231 Personen, die Bundes- oder Landespflegegeld bezogen. Etwa 11.800 von ihnen hatten einen Heimplatz. Sowohl in der Mobilen Betreuung und Hilfe wie auch bei der Hauskrankenpflege nimmt die Zahl der Klienten stark zu. 2004 nahmen etwa 7.740 Personen die Hauskrankenpflege und 10.930 die Dienste der Mobilen Betreuung in Anspruch. Für die Zukunft regt Landesrat Ackerl Maßnahmen in der Aus- und Weiterbildung an.