Am 4. Oktober ist im Linzer Polizeianhaltezentrum ein Schubhäftling aus Gambia, der im Hungerstreik war, gestorben.„Es ist wichtig, dass die Hintergründe dieses Todes aufgeklärt werden. Noch wichtiger ist es allerdings, dass grundsätzlich über Schubhaft diskutiert wird“, sagte der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie, Richard Schadauer. „Die Qualität und Effizienz einer Schubhaftbetreuung ist zu problematisieren, wenn es nicht gelingt, solche Vorfälle zu verhindern“, gab Mag. Andreas Gruber von „SOS-Menschenrechte“ zu bedenken. Der Leiter der Flüchtlings- und Migrant/innenbetreuung der Volkshilfe, Christian Schörkhuber, nannte den Tod des 18jährigen Schubhäftlings die Folge einer bedenklichen Praxis im Schubhaftsystem. Als weiteren traurigen Beweis für die anhaltenden Missstände im österreichischen Schubhaftsystem wertete die „Plattform Zivilcourage“ den Tod des Schubhäftlings. Gülcan Gigl, die Sprecherin der Plattform, kritisierte auch die Rolle des Vereins Menschenrechte, der mit der Schubhaftbetreuung betraut ist.