Da hat ein Elefant gekreißt und eine Maus geboren. So könnte man die Ergebnisse des Welternährungsgipfels von Rom zusammenfassen. 100.000 Menschen sterben täglich an Hunger und Mangelernährung, sagt die UNO. Und angesichts der Rekordpreise für Grundnahrungsmittel wird die Zahl in den nächsten Monaten weiter ansteigen. Niemand kann sagen, er weiß es nicht. Auch Österreich nicht. Dennoch gibt es bislang von der hiesigen Regierung, im Unterschied zu Deutschland, keine Zusage, für die Hungerhilfe zusätzlich Geld zur Verfügung zu stellen. Und es gibt aus dem Finanzministerium noch immer keinen Plan für die Aufstockung der Entwicklungshilfegelder, um endlich jene Versprechungen einzulösen, die man schon 1970 den armen Ländern gemacht hat. Eine „rote Karte“ ist überfällig!
Hans Baumgartner
Spot gegen Frauenhandel zensuriert
Da haben sich 25 Schweizer Menschenrechtsorganisationenund Hilfswerke etwas Großartiges überlegt und gemeinsam die Kampagne „Euro 08 gegen Frauenhandel“ initiiert. Während der Fußball-EM wird nun ein Spot gegen Frauenhandel, der für die Kampagne geschaffen wurde, auf Großleinwänden in den jeweiligen Fanzonen der Schweizer Austragungsorte gezeigt. Damit soll das Thema Frauenhandel einer breiten Öffentlichkeit bewusst gemacht werden. Eine gute Sache. Doch in Genf wird der Spot nicht ausgestrahlt; in Basel erst nach 23 Uhr. Frauenhandel aufzuzeigen passt offensichtlich nicht ins Image der beiden Städte. Zu viel Realität trübt hier wohl die Stimmung bei der Euro 08.