Ausgabe: 2008/24, Kinderarbeit, IAO, Arbeit, Kinder
11.06.2008
Weltweit arbeiten laut Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) etwa 218 Millionen Kinder im Alter zwischen fünf und 14 Jahren. Die Arbeitsfelder reichen von Zwangs- und Sklavenarbeit über Drogenschmuggel, Kinderhandel, Prostitution und Pornographie bis hin zu bewaffneten Konflikten. Um auf die Folgen und Ursachen von Kinderarbeit aufmerksam zu machen, ist der 12. Juni seit sechs Jahren internationaler Tag gegen Kinderarbeit.
Jugend Eine Welt kämpft gemeinsam mit den Salesianern Don Boscos und den Don Bosco Schwestern in mehr als 130 Projekt-Ländern gegen ausbeuterische Kinderarbeit. Im Rahmen der Euro 08 macht die Organisation auch auf die Arbeitsbedingungen in der Sportartikelindustrie aufmerksam. Näher/innen der Fußballindustrie in Pakistan, Indien und China müssen mit Hungerlöhnen (20 bis 50 Cent pro Ball) zurechtkommen. Mehr als vier Bälle pro Tag kann aber kaum jemand fertigen. Daher muss oft die ganze Familie mitarbeiten – Fußball nähende Kinder sind dabei keine Seltenheit. „Mit der Kampagne kickfair.at greifen wir Themen rund um den Fußball auf, die kaum zur Sprache kommen. In Workshops in Schulen sprechen wir mit den jungen Leuten z. B. über Fairtrade und Kinderarbeit. Bewusstseinsbildung in Österreich ist eines unserer wichtigsten Anliegen“, so Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt.