Der neue Abt von Lambach Maximilian Neulinger im Gespräch mit der KIZ
Ausgabe: 2008/24, Abt, Lambach, Neulinger, Stiftskirche, Abtweihe, Six
11.06.2008
- Josef Wallner
„Das Benediktinische taugt nicht für die Sensation, sondern steht für das Konstante“, sagt Abt Maximilian Neulinger: „Und das ist für mich das Tragende.“
Am Weg des heiligen Benedikt fasziniert den neuen Abt von Lambach die Beständigkeit, die im Kontrast zur Beliebigkeit steht und heute zu einem Kennzeichen der Gesellschaft geworden ist. Diese „Stabilität“ des Lebens zeigt sich in Lambach konkret, indem die Mönche sich dreimal täglich zum Essen und fünfmal zum Gebet treffen: „Dieser Rhythmus trägt mich und tut mir gut – nicht nur für das religiöse Leben, sondern als ganzen Menschen.“ Und wenn man einmal aus der Regelmäßigkeit gefallen ist, findet man gut wieder die Möglichkeit zum Einsteigen. Die Gemeinschaft mit ihrer Stabilität macht das benediktinische Leben auch für junge Männer anziehend: Wie in jeder Familie gibt es auch im Kloster Spannungen, und die Gemeinschaft ist keine Idylle, stellt Abt Maximilian klar, aber sie ist doch ein Ort, wo Menschen ehrlich miteinander die Nachfolge Jesu zu leben versuchen. Das scheinen auch junge Leute zu spüren: „Wir freuen uns, dass immer wieder junge Menschen bei uns anklopfen, uns kennenlernen möchten und dann entscheiden zu bleiben.“
Neuer Prior ist P. Lukas Six. Zum neuen Prior hat Abt Maximilian P. Lukas Six ernannt. Er ist Gastmeister und Kooperator in der Pfarre Lambach. Die Mönche des Stiftes betreuen sieben Pfarren in der Diözese Linz und einen Pfarre der Militärdiözese. „Wir sind froh, dass wir alle Pfarren besetzen können und unserer Verantwortung in der Seelsorge gut nachkommen können“, sagt der Abt, um im selben Atemzug schmunzelnd hinzuzufügen: „Wir sind natürlich nicht zu viele Mönche.“ Insgesamt gehören dem Stift 16 Benediktiner an.