„Leistungssprint“. Besorgt über die Ausrichtung der Betriebe auf die Altersgruppe der 25- bis 45-Jährigen äußerte sich der Bezirksstellenleiter der Arbeiterkammer Rohrbach, Manfred Riepl. Bei einem Pressegespräch des Netzwerkes „Älter werden – Zukunft haben“ am 3. Juni in Rohrbach meinte er, Betriebe sind derzeit so organisiert, dass sie fast ausschließlich den Bedürfnissen und Anforderungen dieser Altersgruppe entsprechen. „Weiterbildung und Aufstiegsmöglichkeiten enden mit 45. Das hohe Arbeitstempo, die Arbeitsorganisation oder die Arbeitszeiten sind auf Jüngere zugeschnitten. Das Konzept dahinter ist das Modell des Leistungssprints. Bis 50 Jahre über die eigenen Grenzen gehen, dann möglichst schnell in den wohlverdienten Ruhestand oder als ,Problemfall’ auf dem Arbeitsmarkt sein.“ Arbeitsbedingungen und Personalpolitik müssten sich ändern, sonst werde die Entwicklung auf Kosten der Mitarbeiter/innen (Krankenstände, Konflikte ...) gehen und der Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe schaden.