Was als besonders gesund und wertvoll für Kinder beworben wird, ist meist zu süß und zu fett.
Was jemand gern isst, wird schon in der Kindheit geprägt. Am besten schmeckt, was so schmeckt „wie bei der Mama“. Die nahesten Bezugspersonen prägen auch durch ihr Vorbild das Essverhalten. Gesundes Essen müssen Eltern auch anbieten. So kann der Blick auf den Obstkorb auch den Appetit auf Obst anregen.
Essen soll Spaß machen. Kinder sollten nicht gezwungen werden, bestimmte Lebensmittel oder ganze Speisen zu essen.
Ernährungspyramide. Grundsätzlich gilt: Reichlich Obst, Gemüse und Getreideprodukte. Ergänzend dazu Milch und Milchprodukte, Fisch, Hülsenfrüchte und Fleisch als Eiweißlieferanten. Fettreiche Lebensmittel und Süßigkeiten sollten sparsam verwendet werden.
Zum Trinken. Ideal zum Trinken sindLeitungs- oder Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees, Gemüsesäfte und verdünnte Fruchtsäfte (1 Teil Fruchtsaft, 2 Teile Wasser). Ein geeignetes Getränk sollte für Kinder immer griffbereit und unterwegs mit dabei sein. Gesüßte Kinderdrinks sind eigentlich Süßigkeiten. Sie sollten nur selten und dann mit Wasser verdünnt getrunken werden.
Zwischendurch. Süßigkeiten sind auch die meisten speziellen Kindernahrungsmittel, die als besonders gesund beworben werden. Die angepriesene Portion Kalzium oder Ballaststoffe ist zwar enthalten, aber meist nur in sehr kleinen Mengen und in zu fetter und süßer Form, wie die Arbeiterkammer in einer Studie herausgefunden hat. Als Zwischenmahlzeit eignet sich saisonales Obst oder Gemüse. Viele Kinder erkennen den Geschmack von „echtem“ Obst nicht, weil sie nur aromatisierte und gefärbte Lebensmittel bekommen.
- Das Gesundheits-Ministerium hat eine kostenlose Broschüre herausgegeben: Richtige Ernährung für meine Kinder – leicht gemacht. Tel. 01/711 4139, Homepage: www.bmgfj.gv.at