Kaum einer, der sie nicht erhofft: die Wende zum Besseren. Der Schüler, was seine Noten betrifft, der Fußballfan, was den Zwischenstand im Spiel betrifft, der Autofahrer beim Blick auf Tankstellenpreise. Politiker erhoffen sie, was den Zustand ihrer Partei, Angestellte, was das Betriebsklima betrifft. Auch das Ehepaar, dessen Partnerschaft mühsam geworden ist, hofft auf Wende.
In der Sehnsucht nach der Wende liegt etwas Nostalgisches: Es möge werden, wie es einmal war. Doch die Hoffnung liegt nicht im Vergangenen – sie liegt in den neu sich bietenden Möglichkeiten. Wer von der Zukunft nichts Gutes mehr erwartet, hat mit seiner Hoffnung auch den Glauben aufgegeben.
Viele Menschen leben in einer Art Lähmungszustand, schieben ihre Zukunft vor sich her. Was kann man schon tun? Es kommt, wie es kommen muss.
Wende wird möglich, wenn man sie nicht nur untätig erwartet, sondern mit Zu-wendung erhofft. Der Blick auf die Preistafel führt zur Überprüfung des eigenen Verkehrsverhaltens. Die Beziehung unter Menschen wird in der Zuwendung fest. Die Bibel erzählt von einem Gott, der glauben lässt: die Zu-wendung Gottes ist die lebensspendende Wende, die hoffen lässt.