- Scheidungsrekord. Im Jahr 2007 wurden 20.516 Ehen rechtskräftig geschieden. Damit stieg die Scheidungsrate auf die Rekordmarke von 49,6 Prozent (in Wien: 64%). Die Scheidungsrate ist eine Hochrechnung, die besagt, wie viele Ehen auf Grund des derzeitigen Scheidungsverhaltens im Laufe der Zeit früher oder später auseinandergehen. Der Leiter des kirchlichen Instituts Ehe und Familie (IEF), Günter Danhel, forderte eine verstärkte Förderung von vorbeugenden Ansätzen in der Erziehung, der Ehevorbereitung und Ehebegleitung. Das sei auch eine Aufgabe des Staates.
- Gesundheitsreform. Die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände (AKV) hat die geplante Gesundheitsreform kritisiert. Sie greife zentrale Bereiche wie die notwendige Spitalsreform nicht auf und führe im Bereich der Krankenkassen zu einem Ausbau zentraler Machtapparate. Das widerspreche dem Subsidiaritätsprinzip der katholischen Soziallehre, wonach Probleme möglichst nahe der Ebene ihrer Entstehung gelöst werden sollen. Deutlich kritisiert die AKV auch die Entmachtung der Arbeitnehmer in den Krankenkassen.
- Vorbehalte. Die Österreicher/innen haben nach einer internationalen Studie die stärksten Vorbehalte gegen die Forschung mit menschlichen Embryonen. Auf einer Skala von eins bis zehn (ansteigende Zustimmung) bewerten die Österreicher den Nutzen der Forschung mit 4,3 (Dänen 7); die ethischen Bedenken gegen die Forschung liegen in Österreich bei 6,2 sehr hoch (in Skandinavien 4,3).