„Priester wird man nie für sich, sondern immer für andere – wie der Gute Hirte“, betonte Diözesanbischof Ludwig Schwarz bei der Priesterweihe im Neuen Dom am 27. Juni. Da die Kirche in diesen Tagen das „Paulusjahr“ eröffnete, nahm der Bischof in seiner Predigt besonders auf einen Paulusbrief Bezug. Im Korintherbrief heißt es: „Diesen Schatz tragen wir in zerbrechlichen Gefäßen.“ Heute ist mehr als in vergangenen Zeiten zu spüren, dass kirchliche Strukturen brüchig geworden sind. „Es ist allzumal glaubwürdiger, seine Zerbrechlichkeit einzugestehen, als eine Perfektion vorzutäuschen, die nicht glaubwürdig ist.“ Der Bischof wies darauf hin, dass den Priestern heute vieles an Belastungen zugemutet ist: „Wir dürfen aber auf das Wort des Apostel Paulus vertrauen: Das Übermaß der Kraft kommt von Gott.“
Die Priesterjubilare. Bischof Schwarz dankte beim Weihegottesdienst auch den Priesterjubilaren, die seit 25, 40, 50, 55 und 60 Jahren im Amt sind (die namentliche Aufzählung der Jubilare siehe KIZ 26, Seite 7): „Dass sie mit pastoralem Eifer und Treue den Weg der Seelsorge gegangen sind und für das Reich Gottes gebetet und gearbeitet haben.“