Am 30. Juni nahm Dr. Slawomir Dadas im Bischofshof Abschied als Diözesandirektor der Päpstlichen Missionswerke „missio“ in Oberösterreich. Wie berichtet, gab es in den letzten Jahren immer größer werdende Spannungen mit Nationaldirektor Dr. Leo Maasburg, dem Dadas einen „Wunsch nach totalitärer Führung“ vorwirft. Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz würdigte die Arbeit von Dr. Dadas in den letzten Jahren. Er verwies darauf, dass 91 Missionarinnen und Missionare aus der Diözese Linz weltweit im Einsatz sind. „Wir alle sind betroffen über die Spannungen, die sich ergeben haben“, betonte Bischof Schwarz. Deshalb werde es bis auf Weiteres keine Ernennung eines neuen Diözesandirektors geben. Schwarz beauftragte jedoch seinen Sekretär Andreas Reumayr, die Kontakte zu den Missionaren wahrzunehmen. Reumayr, der zuletzt zur Hälfte für „missio“ beschäftigt war, war von der Nationalstelle ohne Begründung gekündigt worden. Die Diözese Linz steuert in Österreich mit Abstand am meisten für die Anliegen der Weltmission bei. 365.465 von insgesamt 1,489 Mio Euro wurden 2007 in der Diözese Linz gespendet. Trotz der Spannungen ermunterte Dr. Dadas, die Arbeit für die Mission weiter zu unterstützen.