Seit wenigen Monaten vermag das Kind auf eigenen Beinen zu stehen – und erkundet die Welt. Stolz zeigt es, was es in dieser Welt zu schauen und zu erleben gibt. Vor allem die jungen Kätzchen, die sich im Hof vergnügen, haben es ihm angetan.
Den Weg hinaus, der mit der Zeit stets ein Stück weiter wird, nimmt das Kind vorsichtig, Schritt für Schritt. Beim Weg zurück in die Stube läuft es schnell. Heimkommen. Das ist das eigentliche Ziel.
Es ist Hochsaison. In leuchtenden Farben bewerben die Unternehmen Reiseziele: Weit weg zu günstigen Preisen, exklusiv und in nobler Gesellschaft, oder den Reiz eines Urlaubs im eigenen Land. Doch das gebuchte Ziel ist erst der halbe Weg. Erst im Ankommen zu Hause ist eine Reise zu Ende – und es ist zunehmend ein exklusives Ziel.
Einen Ort zum Heimkommen zu haben, ist nicht selbstverständlich. Heimatvertriebene aus der Zeit nach dem Weltkrieg wissen es. Jene Tausenden, die jetzt an Europas Küsten von Afrika her stranden, auch.
Und Glaubende wissen es. Das eigentliche Lebensziel ist Heimkehr: dass wir nicht stranden im Irgendwo. Die Schöpferhand, die in das Leben und in die Freiheit entlassen hat, ist auch die Hand dessen, der am Ende den Menschen erwartet und empfängt.