„Rosa“, sagte Lydia Roppolt, nicht „rosig“. Sie sah das Salzkammergut nicht mit den Augen des Touristen, des Sommerfrischlers, des Nostalgikers, sondern mit den Augen des arbeitenden Menschen, der Künstlerin. Das Leben im Salzkammergut war und ist nicht immer rosig: egal ob im Bergwerk, in der Saline, bei der Forstarbeit, im Fremdenverkehr oder am Bauernhof. Auch Lydia Roppolt, in Wien und in Oberwang beheimatet, hat sich ihre Anerkennung als Künstlerin mühsam erringen müssen. Ihre Darstellungen des Gekreuzigten und so manche Ausgestaltung von Kirchen (z.B. Sierninghofen-Neuzeug) sorgten für Aufregung. „Das Salzkammergut sehe ich rosa“ – dieses Zitat von Lydia Roppolt steht als Titel über der Ausstellung, die am 12. Juli in Attersee eröffnet wird. Die Werkschau mit 70 Ausstellungsstücken zeigt einen Querschnitt ihres Schaffens: Aquarelle, Ölbilder, zwei Wandteppiche, ein Kreuz, Entwürfe von Glasfenstern, ein Glasfenster und Grafiken (Kohlepapier) aus der Zeit von 1958 bis 1995 sind bis 20. August in der Atterseehalle in Attersee zu sehen.