„Täglich sterben 100.000 Menschen an Hunger und Unterernährung. Wir können da nicht wegschauen“, fordert Bischof Ludwig Schwarz vom Staat mehr Entwicklungshilfe.
Vergangene Woche tagte die Vollversammlung der bischöflichen Koordinierungsstelle für internationale Entwicklung und Mission (KOO) unter dem Vorsitz von Bischof Ludwig Schwarz (Linz). Dabei wurde eine Resolution verabschiedet, in der die österreichische Bundesregierung aufgefordert wird, ihren „Beitrag zur Menschlichkeit“ zu leisten. Die KOO erinnert die Regierung daran, dass sie sich sowohl gegenüber der EU als auch im Regierungsprogramm dazu verpflichtet hat, bis 2010 0,51 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) für die Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung zu stellen. Derzeit müsse man leider davon ausgehen, so die KOO, dass die Regierung nicht bereit sei, in den kommenden Jahren die dafür notwendigen Mittel aufzuwenden – und das angesichts des weltweit ansteigenden Hungers.