Die Hagia Sophia in Istanbul bleibt nach einer richterlichen Entscheidung als Museum für Besucher/innen geöffnet. Der Verwaltungsgerichtshof in Ankara blockierte damit den Versuch eines Kulturvereins, das fast 1500 Jahre alte Gotteshaus wieder zu einer Moschee zu machen. Die Hagia Sophia, um das Jahr 535 erbaut, wurde fast 1000 Jahre lang als Kirche genutzt. Nach der Eroberung von Konstantinopel durch Sultan Mehmet wurde am 1. Juni 1435 der erste islamische Freitagsgottesdienst in der Hagia Sophia abgehalten. Mit Ende des Osmanischen Reiches und der Ausrufung der Türkischen Republik wandelte Staatsgründer Atatürk die Moschee 1934 in ein Museum um.