Die Medienethik in Österreich wurde in den vergangenen Monaten heftig diskutiert. Auslöser waren neue Aspekte rund um den „Fall Kampusch“ und die Missbrauchstragödie von Amstetten. Dabei kam es zu schweren Grenzüberschreitungen durch eine ganze Reihe von Medien. Am Mittwoch der Vorwoche einigten sich die Zeitungsherausgeber und die Journalistengewerkschaft darauf, einen neuen „Presserat“ zur Selbstkontrolle einzurichten. Der Verband Katholischer Publizist/innen begrüßt diese Einigung und fordert, den Presserat mit einem entsprechenden rechtlichen und öffentlichen Gewicht auszustatten.