Bei der umstrittenen Registrierung von Roma-Kindern in Italien werden neben den Fingerabdrücken offenbar auch Religionszugehörigkeit und Ethnie abgefragt. Die katholische Gemein- schaft Sant’Egidio hat die von Innenminister Roberto Maroni angeordnete Maßnahme als „diskriminierend“ verurteilt. Der Vorgang wecke „schmerzliche Erinnerungen wie an das Vichy-Regime (das unter deutscher Ägide amtierende Satellitenregime in Frankreich während des Zweiten Weltkriegs)“, so der Präsident der Gemeinschaft, Marco Impagliazzo. Sant’Egidio wolle gegebenenfalls Ordnungsinstanzen auf europäischer Ebene anrufen.