Auf vier Schaufeln Kies eine Schaufel Zement! Das gibt einen einigermaßen festen Beton. In der warmen Jahreszeit laufen sie wieder – die Mischmaschinen der Häuslbauer und derer, die irgendetwas zu festigen und zu richten haben in Haus und Garten.
Vermutlich denken die Betreffenden nicht daran, dass ihre Arbeit an der Mischmaschine dem gleicht, was das christliche Leben ausmacht: den Dingen und den Erlebnissen des Lebens Halt und Festigkeit zu geben. Darin nämlich besteht Gottesdienst: dass man den Sand des Lebens mit dem Zement des Evangeliums mischt – dass man also die vielen Ereignisse des Alltags in Verbindung bringt mit dem Wort Gottes. Dadurch gewinnt das Alltägliche Bedeutung, wird fest und hält Stand. Da besteht das Leben dann nicht mehr nur als eine Summe von vielen kleinen Einzelheiten und Themen. Es wird zum Ganzen. Es geht auch ums Ganze. Nicht, dass Christ/innen Anderes, Eindrucksvolleres erleben würden, sondern dass sie Erlebtes auf besondere Weise in Verbindung bringen, macht ihren Glauben aus. Der „Zement“ des Glaubens ist nichts anderes als die Kraft der Gottesliebe, die Menschen nicht einfach herausfallen lässt wie lose Steine. Glaube gibt Halt – aber nicht nur mir, sondern dass ich fähig werde zu halten.